Blog von: Sabrina82


Meine Ausbildung zur Versichernungskauffrau
Heute möchte ich mal etwas über die Ausbildung zum Versicherungskaufmann bzw. zur Versicherungskauffrau schreiben!

Ich selbst habe diese Ausbildung gemacht und habe sie letzte Woche bestanden.

Die Ausbildung zur Versicherungskauffrau dauert 3 Jahre kann aber bei einem guten Zeugnisdurchschnitt auf 2 ½ Jahre verkürzt werden.

Die Ausbildung findet in der Schule und im Betrieb statt und das möchte ich Euch jetzt etwas genauer erläutern:

Schule:
Es gibt in den drei Ausbildungsjahren insgesamt 5 Schulblöcke. Diese sind ca. zwischen 8 und 10 Wochen lang.

Unterricht:
Der Unterricht findet an 5 Tagen die Woche statt und beträgt zwischen 6 und 9 Schulstunden.
Unterrichtet werden die Fächer Wirtschaftslehre, Deutsch, Politik, Buchführung, Mathematik, EDV und Versicherungslehre. In einigen wenigen Klassen wird auch fachbezogenes Englisch unterrichtet.

Der Unterricht in EDV findet nur in zwei Schulblöcken statt, da hier nicht so viel Stoff zu vermitteln ist.

Die Unterrichtsfächer beziehen sich soweit es möglich ist zum größten Teil auf den Bereich der Versicherungswirtschaft.

Das wichtigste Fach in der Schule ist Versicherungslehre:
Hier wird den Azubis alles über Versicherungen beigebracht. Der erste Teil besteht hierbei aus dem Thema: Allgemeine Versicherungslehre:
Hier werden den Schülern die allgemeinen rechtlichen Grundlagen des Versicherungswesens beigebracht z.B.: Kündigungsmöglichkeiten der Versicherungsnehmer oder des Versicherungsunternehmens.
Der zweite Teil in diesem Fach besteht darin, den Azubis die Grundzüge der einzelnen Versicherungssparten beizubringen. Hier werden die Sparten Hausrat, Wohngebäude, Lebensversicherung, Krankenversicherung, KfZ-Versicherung, Haftpflichtversicherung, Rechtsschutzversicherung und Unfallversicherung behandelt. Beigebracht wird hier was in den einzelnen Sparten versichert ist und welchen Zweck diese Versicherung für den Kunde
n hat. Das hört sich vielleicht gar nicht so schwer an ist aber sehr umfangreich, da auch hier immer wieder die gesetzlichen Bestimmungen beachtet werden müssen.


Zwischenprüfung:
Nach ca. 1 ½ Jahren findet dann in der Schule eine Zwischenprüfung statt. In der Zwischenprüfung bekommt man keine richtige Note sondern Punkte durch die man sich seine Note dann errechnen kann. Die Zwischenprüfung geht aber nicht in die Bewertung des Azubis mit rein. Sie dient lediglich dazu dem Ausbilder und dem Azubi zu zeigen welchen Wissenstand der einzelne Schüler hat.



Betrieb:
Im Betrieb werden den Azubis die allgemeinen Abläufe im Betrieb dargestellt.
Z.B.: Was ist zu tun wenn ich einen Antrag auf eine Versicherung reinbekommen oder was ist bei einem Schaden zu beachten und zu tun?
Desweiteren werden dem Azubi im Betrieb die einzelnen Versicherungssparten noch einmal erklärt. Diesmal aber nicht so allgemein wie in der Schule sondern speziell auf die Versicherungen des Unternehmens bezogen.
Im Unternehmen schaut man dann in die verschiedenen Abteilungen rein ( Antrags,- Leistungs,- und Schadenabteilung, Buchführung, Personalabteilung, Marketing). Es wird hier viel telefoniert und es findet viel Briefverkehr statt.
Außerdem gibt es hier noch eine sogenannte Außendienstphase. In dieser Phase muss der Azubi losgehen und richtigen Kunden Versicherungen verkaufen, was nicht unbedingt für jeden etwas ist.

Abschlussprüfung:
Die Abschlussprüfung besteht aus einer mündlichen und einer schriftlichen Prüfung.

Die schriftliche Prüfung findet in der Schule statt. Sie besteht in allen Fächern aus Ankreuzaufgaben.
Nur in de Fächern Versicherungslehre und Mathe müssen richtige Antrags- Leistungs- und Schadenfälle gelöst werden. Hier muss dann richtig geschrieben und alles Wissen angewand werden. Es werden einem dann Aufgaben gestellt wie zum Beispiel: Ein Kunde möchte eine KfZ-Versicherung abschliessen! <
br>Der Azubi muss dann die Versicherungsprämie berechnen und dem Kunden die verschiedenen Abschlussmöglichkeiten erklären.

Die mündliche Prüfung findet bei der Versicherungsgesellschaft statt und besteht darin, einem Versicherungsnehmer zu beraten z.B. bei dem Abschluss einer Versicherung.

Eingeladen wir man von der Handelskammer jeweils ca. 4 Wochen vor Beginn der Prüfungen. Bei der mündlichen Prüfung teilweise auch erst zwei Wochen zuvor.



Vergütung:
1.Ausbilungsjahr: 652,00 € brutto
2.Ausbildungsjahr: 720,00 € brutto
3.Ausbildungsjahr: 787,00 € brutto

Jahresurlaub:
30 Arbeitstage


Fazit: Wer eine solche Ausbildung anfängt muss Lust haben wirklich etwas zu lernen, denn man muss hier auch nach Feierabend noch etwas für die Ausbildung tun. Desweiteren muss man sich für Gesetzestexte interessieren, da man in dieser Ausbildung sehr viel damit arbeiten muss.

Außerdem darf man keine Angst vor Menschen haben, da man in diesem Beruf viel telefoniert und Kundenberatungsgespräche führen muss.

Ich hoffe, dass ich Euch mit diesem Bericht einen kleinen Überblick über diesen Beruf geben konnte. Es gibt zwar noch viel mehr zu schreiben aber dass wäre dann wirklich zu viel.



Kommentar schreiben

Hört sich hart an!

Wäre mir zu hart - ganz ehrlich

kann nur sagen dass es sich sicherlich rentieren wird eine solche ausbildung zu machen, denn in dieser brache kannst du auch richtig viel geld veridenen

also viel erfolg

ach meine liebe das leben ist nunmal kein zucker schlecken

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